Acesulfam K (E950): Süße Versuchung mit Risiken

Acesulfam K (E950): Süßstoff mit bitteren Folgen?
Acesulfam K, auch bekannt als Ace-K oder E950, ist ein weit verbreiteter künstlicher Süßstoff, der in einer Vielzahl von Lebensmitteln und Getränken zu finden ist. Trotz seiner Beliebtheit und der Tatsache, dass er von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) als sicher eingestuft wurde, gibt es wachsende Bedenken hinsichtlich seiner potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen.

 

Was ist Acesulfam K?
Acesulfam K ist ein kalorienfreier Süßstoff, der bis zu 200-mal süßer als Tafelzucker ist. Er wurde 1988 von der FDA genehmigt und ist seitdem ein fester Bestandteil zahlreicher zuckerfreier Getränke. Darüber hinaus hat die FDA ihn 2003 auch als allgemeinen Süßstoff und Geschmacksverstärker in allen Lebensmitteln außer Fleisch zugelassen.

Der Süßstoff wird durch die Kombination von Acetessigsäure und Kalium hergestellt, wodurch ein stabiler kristalliner Süßstoff entsteht. Obwohl er sehr geringe Mengen des essenziellen Elektrolyten Kalium enthält, reicht dieser in Acesulfam-Kalium nicht aus, um einen gesundheitsfördernden Nutzen zu stiften.

Interessanterweise kann der menschliche Körper Acesulfam K nicht wie andere Nahrungsmittel abbauen oder speichern. Stattdessen nimmt der Körper Acesulfam K auf und scheidet es unverändert über den Urin aus.

 

Wo findet man Acesulfam K?
Acesulfam K ist in einer Vielzahl von Produkten zu finden, darunter Süßstoffpäckchen, Limonaden, Proteinshakes, Joghurt, Speiseeis, gefrorene Desserts, Backwaren, Dressings, Saucen, Marinaden, Kaugummi, Zahnpasta und Süßigkeiten.

 

Ist Acesulfam K schädlich?
Obwohl Acesulfam K von der FDA als sicher eingestuft wird, gibt es wachsende Bedenken hinsichtlich seiner potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen. Einige Studien weisen darauf hin, dass Acesulfam K selbst in geringsten Dosen als schädlich eingestuft werden könnte.

Eine Studie des Health Sciences Center der Universität von Texas in San Antonio fand heraus, dass die Wahrscheinlichkeit einer Gewichtszunahme durch den Konsum von Zero- und Light-Getränken um 47 Prozent steigt. Dr. Sharon Fowler, die die Studie leitete, kam zu dem Schluss, dass künstliche Süßstoffe vielmehr Ursache als Gegenmaßnahme der aktuellen Übergewichts-Epidemie darstellen.

Darüber hinaus zeigte die Atherosclerosis Risk in Communities Study (ARIC), dass metabolisches Syndrom um 34 Prozent häufiger bei Süßstoff-Konsumenten auftritt. Eine aktuelle Studie deutet sogar darauf hin, dass Acesulfam K eine gesunde Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen sowie Übergewicht und Entzündungen verursachen kann.

 

Wie viel Acesulfam K ist schädlich?
Die US-amerikanische FDA empfiehlt, dass Acesulfam K bis zu einer Tagesdosis von 15 mg pro Kilogramm (mg/kg) Körpergewicht eingenommen werden kann. Nachdem diese kalorienlosen Süßstoffe den Heißhunger im Gehirn stimulieren, sind solche Dosen jedenfalls bedenklich.

 

Ist Acesulfam K bei Keto erlaubt?
Abgesehen von der Verursachung möglicher Heißhungerattacken scheinen Zero-Getränke mit Acesulfam K auf den ersten Blick eine legitime Alternative zu herkömmlicher Limonade zu sein. Mangels der fehlenden Makronährstoffe sollte der zuckerfreie Süßstoff demnach keinen Anstieg des Blutzuckers nach sich ziehen.

Jedoch erhöht Acesulfam K den Insulinspiegel laut einer Studie sogar im selben Ausmaß wie herkömmlicher Zucker. Das bedeutet, dass sich Acesulfam K nicht für eine ketogene Ernährung eignet.

 

Fazit
Trotz seiner Beliebtheit und der Tatsache, dass er von der FDA als sicher eingestuft wurde, gibt es wachsende Bedenken hinsichtlich der potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen von Acesulfam K. Es ist daher ratsam, den Konsum von Acesulfam K zu begrenzen und sich für natürlichere Alternativen zu entscheiden, wenn möglich.

 

Quellen

  1. FDA. Additional Information about High-Intensity Sweeteners Permitted for Use in Food in the United States. Silver Spring: Food and Drug Administration, 2018.
  2. Tandel KR. Sugar substitutes: Health controversy over perceived benefits. J Pharmacol Pharmacother. 2011 Oct;2(4):236-43.
  3. Fowler SP, Williams K, Resendez RG, Hunt KJ, Hazuda HP, Stern MP. Fueling the obesity epidemic? Artificially sweetened beverage use and long-term weight gain. Obesity (Silver Spring). 2008 Aug;16(8):1894-900.

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